| › | Festschrift
Budäus gibt einen differenzierten Überblick über
die Entwicklung in der öffentlichen Verwaltung |
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| › | Zentrale Erfolgsfaktoren einer Reform Die beiden Faktoren, die Regierung und Verwaltung auf Reform programmieren können, sind
Beide Orientierungen zusammen haben Hebelwirkung, Leitbildfunktion, motivieren, erzwingen ein neues Denken, und sind deshalb geeignet, die weiteren Veränderungen auszulösen, die für den Gesamterfolg notwendig sind. Hinzukommen muss für eine nachhaltige, von der Gunst der aktuellen Politik unabhängige Entwicklung die
der Öffentlichkeit gegenüber, wie es ohnehin der übernommene Verpflichtung zu Good Governance entspricht. Die erfolgreiche Verwaltungsmodernisierung in Österreich und in der Schweiz ist "wirkungsorientiert" und verwendet für alle öffentlichen Leistungen eine einfache, aber überzeugende Zielstruktur: Wirkungen, Leistungen, Finanzen, auf diese drei Dinge kommt es an, aber auch keines ist entbehrlich. Das ist verständlich statt kompliziert, es leuchtet unmittelbar ein, dass diese drei Aspekte den öffentlichen Auftrag im Wesentlichen erfassen und abbilden. Diese Orientiert verhindert auch die Einseitigkeit, die in der deutschen Verwaltungspraxis allzu schnell entsteht: es geht dann oft nur noch um die Verringerung von Kosten, koste es, was es wolle. Dieses Konzept ist so allgemein verständlich, dass es als Leitidee einer modernen Verwaltung taugt, die selbst im Rahmen einer "Lehrlingsausbildung", der kaufmännischen Ausbildung in der Schweizer Bundesverwaltung, vermittelt werden kann (siehe dort S. 4.34 das Lernziel 1.7.4: "Kaufleute handeln bewusst nach den Grundsätzen der wirkungsorientierten Verwaltungsführung" mit Konkretisierungen: Quelle). Und in Österreich dokumentiert die Bundesverwaltung ihr Handeln mit eben diesen Zieldimensionen jährlich in einem Leistungsbericht (mehr ...). Damit wird dann vielleicht auch vermieden, dass Balanced Scorecards als strategische Steuerungsinstrumente (!) formuliert werden, in denen die oberste Zielsetzung "Einhaltung des Haushaltsplans" lautet - wie beim BSI. Weitere Beispiele für die Bedeutung dieser Reformorientierungen:
Diese Beispiele belegen, dass es diese beiden Faktoren sind, die eine grundlegende Umorientierung ermöglichen, fördern, ja erzwingen. Es gibt deshalb keinen Grund, am Sinn von Reformen grundlegend zu zweifeln, selbst wenn die Befunde aus der Kommunalverwaltung ernüchtern sein mögen (Bogumil / Grohs / Kuhlmann / Ohm: Zehn Jahre Neues Steuerungsmodell - eine Evaluation kommunaler Verwaltungsmodernisierung. Berlin 2007, mehr ... ): nachgewiesen wurde in dieser umfangreichen Studie, dass die Reformen in der Kommunalverwaltung nur z. T. und unvollständig dem formulierten Reformkonzept entsprechend und insgesamt die Reform nur begrenzte Wirkungen hatte. Die Bedingungen für Reformen und ihre möglichen Wirkungen sind in der Kommunalverwaltung z. T. auch anders als in der staatlichen Verwaltung: Milliardenbeträge für nachweislich unwirksame oder sogar kontraproduktive Arbeitsmarktinstrumente oder vergleichbare Fehler hat man sich in der Kommunalverwaltung kaum geleistet, dazu war man oft einfach zu nah am Problem und am Bürger! Das spricht also nicht dagegen, den Weg zu gehen, der nachweislich Erfolg
verspricht, mit einem überschaubaren, verständlichen Konzept:
dem Konzept einer wirkungsorientierten Verwaltungsführung. Siehe
dazu die Beiträge im Online-Verwaltungslexikon: NPM
/ WoV. (Version
1.1 - 2007-08-07) |
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"Gravierende Probleme hätten vermieden werden können ...": Wirkungsorientierte Finanzkontrolle in der Schweiz überprüft Management-Strukturen und kommt u. a. zum Ergebnis: "Das Bundesamt für Polizei und dasjenige für Zivilluftfahrt haben dagegen bisher nur wenig Erfahrungen auf dem Gebiet der Wirksamkeitsanalyse sammeln können. Die Frage ist berechtigt, ob man nicht auf gewisse Lücken gestossen wäre und einige der gravierendsten Probleme der letzten Jahre hätte vermeiden können, wenn das Bundesamt für Zivilluftfahrt die Wirkungen seines Kontrollsystems systematisch analysiert hätte." (Hervorhebung ergänzt) Zusammenfassung
des Berichts 3/2005 (deutsch) Das Besondere dabei ist, dass nicht die Tätigkeit der Ämter
selbst, ob sie Probleme erkannt und richtig gehandelt haben, sondern ihr
Managementsystem, das für Problemerkennung und Handeln verantwortlich
ist, Gegenstand der Überprüfung ist. Die Rechnungsprüfung
der Schweiz prüft also wirkungsorientiert auf der Meta-Ebene. |
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| › | Wirkungskontrolle ist ausdrücklicher Auftrag, siehe Art. 5 des Finanzkontrollgesetzes, "Kriterien der Finanzkontrolle":
Online-Quelle
Art. 5 Finanzkontrollgesetz, |
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"Im Zentrum jeder Kostenberechnung steht die Entscheidungsrelevanz: Nur wenn ich weiß, zu welcher Frage ich eine Entscheidung fällen muss, kann ich die relevanten Kosten berechnen." (Kuno Schedler: IPSAS in der Schweiz: Bald auch Standard in deutschen Kommunen? In: Der Neue Kämmerer, Ausgabe 01, März 2006, Seite 16, Hervorh. ergänzt, Online-Quelle). Und weiter heißt es dort u.a. zu Vollkosten: sie
sind "in der Regel nicht geeignet für Führungsentscheide,
da sie die Dynamik des Kostenverlaufs nicht abzubilden vermögen.
Dennoch lieben Schweizer Politiker den Begriff der „Vollkosten“. Er trägt
die Illusion in sich, die „wahren“ Kosten der Verwaltungsleistung auszuweisen.
Ein Irrtum, der fatale Folgen für die Glaubwürdigkeit der Kostenrechnung
haben wird." (2006-05-03) |
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| › | Wirkungsorientierte
Verwaltungsführung - WoV in der Schweiz und Österreich:
strategische Neuausrichtung von Politik und Verwaltung einschl. wirkungsorientierter
Rechenschaftslegung (2006-03-27) |
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Ernüchterung beim KLR-Einsatz im Bund: Umfang sinkt um 15%, aber Reifegrad z. T. verbessert, so der Fortschrittsbericht 2004 des BMF an den Rechnungsprüfungsausschuss des Deutschen Bundestages. Quellen und Anmerkungen. (2005-10-02) |
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| › | Diplomarbeitsthemen
suchen Bearbeiterinnen / Bearbeiter (eine Auswahl, weitere Themen)
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| Im übrigen bin ich der Meinung: |
- Jede öffentliche Einrichtung - muss jedes Jahr nachweisen, - dass sie ihr Geld wert ist |
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Das verlangt das Wirtschaftlichkeitsgebot in Art. 114 II GG, d. h. das Gebot, das nachhaltig günstigste Verhältnis zwischen Nutzen und Kosten anzustreben und zu erreichen (mehr zu "Wirtschaftlichkeit").
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| Modernisierung
der (deutschen) Bundesverwaltung: Das Konzept der Bundesregierung für die 2. Phase Version 1.1, 03. Januar 2005 |
Etwas schwer zu finden, aber doch verfügbar: die Fortschreibung des Regierungsprogramms zur Modernisierung der Bundesverwaltung über folgenden Link: Modernisierung der Bundesverwaltung - Strategie für die 2. Phase des Regierungsprogramms, veröffentlicht vom BMI mit dem Datum Juni 2004.
Dazu passt gut der Lesetipp: Wie steht es um die Verwaltungsreform? sowie der Beitrag von Werner Jann in der Dokumentation der Behördenleitertagung 2003 (pardon: Behördenleitungstagung - wer unter "Behördenleiter" sucht, findet es nicht): Reformen aktiv gestalten, S. 38 ff. : "Reform als Daueraufgabe".
Einige Anmerkungen zum Modernisierungskonzept, Phase 2
| WZB-Studie über die Erfahrung mit der Zielsteuerung |
Eine Studie des Wissenschaftszentrums Berlin (WZB) untersucht die Zielsteuerung in europäischen Arbeitsverwaltungen und dokumentiert Leistungen, aber auch Probleme, z.B. mit der Manipulation der Daten und Auswertung, aber auch durch mangelnde, verspätete, ad-hoc-Vorgaben der Politik.
Zu den Problemen heißt es in der Mitteilung des WZB über die Studie, S. 13:
| Typisch für die Implementation sind unter anderem Kontrollprobleme der Umsetzungsagenturen durch den Auftraggeber ("Moral-Hazard"-Problem). Befunde aus Fallstudienländern bestätigen, daß periodisch mehr oder minder schwere Manipulationen bei der Datenerfassung und Aufbereitung der Zielerreichung auftreten. Es ist aber auch festzustellen, daß bestimmte Probleme zwischen Politik (Regierung, Ministerium) und Arbeitsverwaltung nicht unbedingt minder bedeutsam sind als verwaltungsinternes Moral Hazard. (Hervorhebung ergänzt). |
Das Steuerungs- und Kontrollproblem, im Sprachgebrauch der Principal-Agent-Theorie "moral hazard" genannt, tritt bei jeder Art einer Entscheidungsfreiheit des "Auftragnehmers" auf, also auch bei der Umsetzung des Neuen Steuerungsmodells, der Budgetierung usw., wird aber kaum diskutiert.
Zu dieser Theorie und ihrer Bedeutung für die Verwaltungsmodernisierung siehe Reinermann, Neues Politik- und Verwaltungsmanagement: Leitbild und theoretische Grundlagen. Speyerer Arbeitshefte 130, Speyer 2000, http://www.dhv-speyer.de/rei/publica/online/spah130.pdf, S. 91 f.
| › | (2006-04-17) |
| KLR-Bilanz der KGSt: "Der Nutzen der Kostenrechnung ..." |
Aus dem KGSt-Info vom 25.11.2001: "Die Ergebnisse sind einigermaßen ernüchternd:
Prof. Jürgen Weber, Mitverfasser der Studie, berichtete über die Erfahrungen aus der Privatwirtschaft. "Sein Tenor:
Online-Quelle
der Untersuchung "Der Nutzen der Kostenrechnung in Kommunen" (2003-12-07)
| Computerdiktat: Sprechen statt Schreiben? |
Siehe die Beiträge (Stand: 2001, in wesentlicher Hinsicht aber weiterhin verwendbar) an neuer Stelle
Anmerkungen
| BSI | Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, Bonn, Geschäftsbereich des Bundesinnenministeriums |
Verantwortlich und ©
Copyright: Prof. Dr. Burkhardt Krems
Köln,
2008-02-17
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