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10er-Regel
der Fehlerkosten
Erfahrungsregel aus dem Qualitätsmanagement, dass die
Kosten der Fehlerverhütung bzw. Fehlerbehebung in jeder Phase um den Faktor
10 steigen: wenn Fehler nicht bei Planung und Entwicklung verhütet werden, sondern
erst bei der Gestaltung der Prozesse und Arbeitsschritte (Ablauforganisation)
oder der Fertigung bemerkt werden ... Mehr ...
4-Kreise-Modell
Modell der Schweizer Bundesverwaltung, das die Aufgabenträger je nach Art
der Aufgabe in 4 Kategorien einordnet: je geringer der politische Steuerungsbedarf,
desto unabhängiger der Aufgabenträger. Mehr ...
80-20-Regel (Pareto-Prinzip,
80-Prozent-Methode, Ungleichverteilungsregel)
Erfahrungsregel
einer typischen Ungleichverteilung: z. B. stehen Aufwand und Ertrag oft
in einem nicht-linearen Verhältnis: 80% der Arbeit lässt sich mit 20% Aufwand
erledigen. Die restlichen 20% erfordern dagegen 80% Aufwand, also vier mal so
viel: "Perfektion" ist anstrengend und teuer (differenzierter das
Gossensche Gesetz des abnehmenden
Grenznutzens). Entsprechendes gilt für Fehler: 20% der Fehlerursachen
sind oft für 80% der Fehler verantwortlich. Qualität lässt sich
also u. U. mit geringem Aufwand deutlich verbessern: man muss es nur systematisch
anpacken. Bei der Bewältigung von Problemen und Durchführung von Veränderungen
gilt entsprechend: Eine Grundlage für die weitere Arbeit ist u. U. bereits
gegeben, wenn ein Problem zu 80 % gelöst ist. Grundlage der Regel ist die Beobachtung
von Pareto ... Mehr ...
, ABC-Analyse, Priorisierung
360°-Beurteilung
(360-Grad-Beurteilung / -Feedback)
Umfassende Beurteilung von Mitarbeitenden
durch alle Personen, die etwas zur Einschätzung beitragen können: Selbsteinschätzung
des/der Mitarbeitenden, Einschätzung der Kolleginnen und Kollegen, ggf.
unterstellten Mitarbeitenden, Kundinnen und Kunden zusätzlich zur Einschätzung
durch die Führungskraft. Entsprechend verwendbar in der Ausbildung: Selbsteinschätzung
des/der Auszubildenden (damit auch Stärkung der Lernkompetenz),
der Mitglieder der Lerngruppe und aller anderen, die an der Ausbildung beteiligt
sind, bei Einsatz in der Praxis auch der Mitarbeitenden dort. Mehr ...
ABC-Analyse
/ Pareto-Analyse
Verfahren zur Priorisierung (von Aufgaben,
Problemen, Produkten
oder Aktivitäten) durch Dreiteilung: A = sehr wichtig oder dringlich, B = wichtig
oder dringlich, C = weniger wichtig oder dringlich. Um eine Priorisierung zu
erzwingen (oft werden zu viele Prioritäten festgelegt ohne anzugeben, was nachrangig
ist), kann es sinnvoll sein festzulegen, wie viel Prozent maximal mit "A" bzw.
"B" klassifiziert werden dürfen. Bei der Priorisierung besteht z. T. ein
Zusammenhang mit der 80-20-Regel: Produkte
bestehen zu 80% aus 20% der Komponenten; 20% der Fehlerursachen sind für 80%
der Fehler verantwortlich. Dann dient die ABC-Analyse dazu, die begrenzten Kapazitäten
sinnvoll einzusetzen.
ABC/XYZ-Analyse
Erweiterung der ABC-Analyse um eine weitere Dimension, z. B. wird die Fehlerwahrscheinlichkeit
mit ABC klassifiziert, die Fehlerschwere mit XYZ. Es ergibt sich eine Matrix
mit 9 Feldern. Oberste Priorität haben die als A/X klassifizierten Ereignisse.
Ablauforganisation
Prozessorganisation: "Wie, wann, wo, womit wird die Aufgabe erfüllt?" Insbesondere
die Gliederung der Arbeit in einzelne Schritte, zeitliche Reihenfolge der Arbeitsschritte,
Einsatz von Sachmitteln (Computerprogramme, IT-gestützte Prozesse (Workflow),
aber auch Vordrucke, die ein wichtiges Instrument der Ablaufgestaltung sind!),
räumliche Gliederung des Arbeitsprozesses, usw.
Heute wird der Gestaltung der Ablauforganisation ("Geschäftsprozessoptimierung") zeitlicher und sachlicher Vorrang vor der Gestaltung der Aufbauorganisation eingeräumt, denn die Prozesse führen zu den Produkten, und nur durch eine konsequente Prozessorientierung können die Gestaltungspotenziale ausgeschöpft werden. Deshalb umfasst auch Qualitätsmanagement vor allem die Prozessgestaltung: Qualität lässt sich nur über beherrschte Prozesse sicherstellen. Eine moderne Sichtweise ist die Geschäftsprozessoptimierung.
Früherer Sprachgebrauch der KGSt: "funktionale Organisation" (im Unterschied zur institutionellen Organisation = Aufbauorganisation).
Absatz
1. eine betriebliche Grundfunktion,
die Abgabe und Verwertung der Leistung(en) des Betriebes gegenüber der Außenwelt
(Kunden, Klienten), einschließlich der Aktivitäten zur Förderung des Absatzes
(Werbung) bzw. des "Marketing"; 2. Menge und/oder
Wert der abgesetzten Leistung; 3. die entsprechenden Einheiten eines Betriebes.
Bei Dienstleistungen, entsprechend auch in der öffentlichen Verwaltung, fallen
die Phasen "Produktion" und "Absatz" oft zusammen, z. B. bei Auskünften, Genehmigungen.
Online-Verwaltungslexikon
olev.de ©
B. Krems -
2008-08-16
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Abschreibung
1. Kostenart, die die Wertminderung durch Nutzung
von längerlebigen Wirtschaftsgütern (Anlagevermögen) erfasst. Die Wertminderung
kann durch (bloßen) Zeitablauf entstehen (z. B. bei Gebäuden)
und wird dann ermittelt durch Verteilung der Anschaffungsausgaben auf die Nutzungsdauer.
Zusätzlich kann das Ausmaß der Nutzung (z. B. Fahrleistung eines
PKW) zu berücksichtigen sein.
Die Verteilung der Abschreibung über die Jahre kann gleichmäßig (= linear) oder degressiv (= mit höherem Abschreibungssatz beginnend und dann schrittweise abnehmend, entsprechend dem tatsächlichen Wertverlauf ) erfolgen. Es handelt sich um kalkulatorische Kosten.
2. Das Verfahren zur Ermittlung der anteiligen Kosten pro Rechnungsperiode.
Zur Vereinfachung werden Vermögensgegenstände bis zu einem Wert von 410 Euro (netto, d. h. ohne MWSt, brutto 475,60 Euro) sofort abgeschrieben (entsprechend der Regelung in § 6 Abs. 2 Einkommensteuergesetz). Mehr ...
Steuerliche Bezeichnung: AfA = Absetzung für Abnutzung.
Absentismus
Fernbleiben vom Arbeitsplatz, insbesondere auch Häufigkeit und/oder Dauer des
Fernbleibens in einem bestimmten Zeitabschnitt als Kennzahl.
Abteilung
eine unbefristete Zusammenfassung von Aktionseinheiten,
z. B. Referaten, unter einer gemeinsamen Instanz.
In der öffentlichen Verwaltung ist die Abteilung i. d. R. eine höhere
Organisationsstufe, d. h. die Zusammenfassung von Basiseinheiten,
in der Privatwirtschaft wird dagegen i.d.R. die Zusammenfassung von Ausführungsstellen
unter der (ersten) Instanz als Abteilung bezeichnet - sie ist dort also die
Basiseinheit (vgl. etwa die Bezeichnung "Personalabteilung").
Abzinsung (Diskontierung)
(Abzinsungstabelle)
Umrechnung einer zukünftigen Zahlung auf den Zeitwert. Zahlungen zu späteren
Zeitpunkten sind wirtschaftlich weniger wert als Zahlungen heute, weil das Geld
in der Zwischenzeit nicht nutzbringend verwendet, z. B. gegen Zinsen angelegt
werden kann. Deshalb ist der später zu zahlende Geldbetrag abzuzinsen,
um seinen aktuellen Wert (den Zeitwert) zu ermitteln. Abzinsung ist ein wichtiges
Element der Kapitalwertmethode zur Beurteilung
der monetären Seite von Alternativen, insbesondere bei Investitionen
(Investitionsrechnung). Zur Berechnung
der Abzins-Faktoren siehe die Abzinsungstabelle.
ADV
Automatisierte Datenverarbeitung. »DV, »IT
affektiv
gefühlsmäßig, die Einstellung zu Fragen/Dingen betreffend - im Gegensatz zu
rational oder logisch und kontrolliert oder kognitiv
AfO »Ausschuss für Organisationsfragen der Bundesministerien
Agentur (engl.: Agency)
eine verselbständigte nachgeordnete Einrichtung (Behörde). Agenturen werden
als weitere Form der "Steuerung auf Abstand" nach dem Vorbild anderer Staaten
der OECD auch bei uns diskutiert. Sie unterliegen nicht der klassischen Fachaufsicht,
sondern werden über Zielvereinbarungen
und Globalbudgets gesteuert, soweit sie Aufgaben
nicht noch stärker eigenverantwortlich wahrnehmen (wie z. B. Kartell- und
Regulierungsbehörden, die Bundesnetzagentur).
Mehr ...,
»Globalsteuerung
Online-Verwaltungslexikon © B. Krems 1999-2008 Online-Verwaltungslexikon
Akkreditierung
Anerkennung / Zulassung einer Stelle (z. B. des TÜV, eines Ingenieurbüros),
bestimmte Überprüfungen vorzunehmen und darüber Bescheinigungen
auszustellen; im Qualitätsmanagement: Anerkennung zur
Vergabe von Zertifikaten, im Hochschulbereich:
u. a. zur Anerkennung eines Studienganges nach den Bologna-Kriterien bzw.
nationalen Kriterien ... Mehr ...
Akte
Zusammenstellung von sachlich zusammengehörigen Dokumenten, die als Einheit
behandelt und zitiert werden, i. d. R. mit dem Aktenzeichen.
Ziel ist, alle vorhandenen schriftlichen Informationen in der Angelegenheit
jederzeit verfügbar zu halten. Mehr ...
Aktenmäßigkeit »Schriftlichkeit
Aktenplan
Das Ordnungssystem für den Aktenbestand, nach der sich die Vergabe des Aktenzeichens
und die Aufbewahrung (Registratur) richtet.
S. a. die RegR (Registraturrichtlinie
des Bundes)