back office
Online-Verwaltungslexikon
Kundenfernes "Hintergrundbüro" im Gegensatz zum front
office, wo der Kunde sein Anliegen vorbringt. Im back office werden alle Tätigkeiten
verrichtet, die nach der Tätigkeit im front
office noch anfallen, z. B. Bewilligungsbescheid
erstellen, Auszahlung anordnen. Siehe die Abbildung
zu E-Government. Die Unterscheidung wird auch für Funktionsbereiche von
Software verwendet.
Balanced
Scorecard (BSC - "Ausgewogener Berichtsbogen")
Ein Managementkonzept zur Umsetzung einer Unternehmenskonzeption
(Vision und Strategie)
in ein konsistentes System von strategischen Zielen und die Konkretisierung dieser strategischen Ziele durch operative Ziele und Maßnahmen. Ziele und Kennzahlen bilden die für den langfristigen Erfolg wichtigen
Dimensionen ab, das sind für gewinnorienterte Unternehmen: Finanz-, Kunden-, Prozess-, Lern- und Innovationsperspektive,
also sowohl Ergebnisse (Spätindikatoren, insbesondere Finanzziele) als
auch kritische Erfolgsfaktoren für die Zukunft (Frühindikatoren, insbesondere
Lern- und Entwicklungsperspektive). Dabei stehen die Finanzziele an der Spitze
der Zielpyramide, weil sie die Interessen der Anteilseigner repräsentieren. Die Ziele der anderen Dimensionen tragen zur Erreichung der Finanzziele bei,
sind Mittel zum Zweck. ... Mehr ...
Für die öffentliche Verwaltung ist das Konzept mit der Änderung verwendbar, dass Wirkungs- und Leistungsziele die erste Dimension bilden und an der Spitze der Zielpyramide stehen ... Mehr ...
Balkendiagramm (Gantt-Diagramm)
Allgemein: Grafische Darstellung von Werten oder Mengen durch
unterschiedlich grosse Balken, verwandt: das Säulendiagramm, bei dem die Werte
als senkrechte Blöcke dargestellt werden. Zeitplanung: eine
einfach zu handhabende Darstellungstechnik für den zeitlichen Ablauf von Vorhaben
und Projekten. Es besteht aus einer Vorgangsliste,
der Balken parallel zur Zeitachse zugeordnet werden. Damit kann der Stand des
Vorhabens sofort abgelesen werden. Für komplexere Vorhaben weniger geeignet,
da die Abhängigkeiten und Pufferzeiten schlecht abzubilden sind, dafür wird
dann ein Netzplan verwendet.
Barnum-Effekt (überzeugen und begeistern durch vage Aussagen)
die Wirkung einer Klasse von vagen und allgemeingültigen Aussagen, die von den meisten Menschen als zutreffende Beschreibungen akzeptiert werden, z. B. auch als Charakterisierung der eigenen Person. Aussagen mit diesen Eigenschaften werden u. U. sogar als überraschend und/oder besonders zutreffend erlebt. Diese Wirkung kann bewusst eingesetzt werden, um andere zu beeinflussen und/oder zu manipulieren ... Mehr ...
Basiseinheit
Erste - unterste - Organisationseinheit aus Ausführungskräften
und der ersten »Instanz, z. B. Referat
BBB
Die früher selbständige Bundesstelle für Büroorganisation und Bürotechnik
mit speziellen Zuständigkeiten und hilfreichen Veröffentlichungen
zu Fragen von Verwaltungsorganisation und -modernisierung wurde später in das Bundesverwaltungsamt
integriert und existiert nicht mehr als eigenständige Organisationseinheit, das Angebot ist in dem bund.de-Zielgruppenbereich
„Verwaltung und Institutionen“ zu finden.
Bearbeiter / Bearbeiterin
Die Person, die für das Tätigwerden in einer Sache zuständig
ist, unabhängig von der dienstlichen Stellung, d. h. "Bearbeiter/in"
kann z. B. die Referatsleitung sein, wenn
sie bestimmte Vorgänge selbst bearbeitet, oder aber Referent/-in,
Sachbearbeiter/-in, Bürosachbearbeiter/-in.
Die GGO des Bundes definiert diese Funktion nicht, sondern
setzt sie voraus, wenn sie in § 13 (Behandlung der Eingänge) Abs.
2 festlegt: [...] die Referatsleitung "leitet die Eingänge so schnell
wie möglich der Bearbeiterin oder dem Bearbeiter zu".
Befähiger
Erfolgsfaktor, Einflussgröße auf den Erfolg, Potenzialfaktor. Bezeichnung aus
dem EFQM-Modell für Excellence für die 5 Kriterienbereiche
die erfassen, wie eine Organisation vorgeht ("Mittel und Wege"): Führung, Politik
und Strategie, Mitarbeiter, Partnerschaft und Ressourcen, Prozesse. Diese 5
Kriterien sind wesentlich für die Ergebnisse, die mit weiteren 4 Kriterien gemessen
werden, wobei im Modell aber Befähger und Ergebnisse jeweils mit 500 Punkten
gewichtet sind. »EFQM-Modell
Befähigung »Potenzial
Befähigungsbeurteilung »Potenzialbeurteilung
Befugnis
Berechtigung, Kompetenz etwas zu tun, insbesondere: Zeichnungs-
oder Vertretungsbefugnis (Befugnis zur verbindlichen schriftlichen Entscheidung für
die Organisation).
Benchmark
Vergleichsgröße, Soll-Größe, Vorgabewert (z. B. in der EU-Bildungspolitik, dort auch "Referenzniveau" für definierte Bildungsindikatoren genannt), allgemein auch nur Bezugsgröße (z. B. bei der Messung von Leistungsdaten in der IT, Bezugspunkte in der Landschaft im Vermessungswesen). Als Vorgabewert (operationale Kennzahl) entspricht der Begriff u. U. dem englischen Begriff "target".
Benchmarking Ausführlich ...
Kurzdefinitionen:
Vollständige Definition:
Objektiver Vergleich von Kosten, Leistungen,
Wirkungen (im Sinne von Outcome), Prozessen,
Technologien oder Strukturen mit anderen Einheiten
(intern / horizontal / intersektoral / vertikal / international) anhand von
Kennzahlen oder Standards, um Möglichkeiten der
Verbesserung und die dafür erforderlichen Bedingungen zu ermitteln und von anderen
zu lernen: best practice.
Bedeutung:
Benchmarking hat ein großes Potenzial, um mit vergleichsweise geringem Aufwand Möglichkeiten der Verbesserung zu erkennen und sich einem von anderen bereits erreichten Standard anzunähern (aufzuholen). Es ist weniger geeignet, die Vorreiterrolle zu übernehmen oder strategische Herausforderungen zu bewältigen.
Für die öffentliche Verwaltung hat Benchmarking eine besondere Bedeutung als Ersatz für fehlenden Wettbewerb: es schafft Quasi-Wettbewerb. Es ermöglicht auch Wirkungsmessung und -vergleich im nationalen und internationalen Maßstab und kann dadurch die Funktion eines politischen Controlling übernehmen, mit u. U. großer Bedeutung, wie z. B. der Vergleich der Leistungen nationaler Bildungssysteme (PISA), gezeigt hat. ... Mehr ...
Bericht
Jedes Schreiben einer nachgeordneten Behörde an die übergeordnete (Aufsichts-)
Behörde. Schreiben in umgekehrter Richtung werden als Erlass
bezeichnet. »Verfügung
Berichtsfelder / Zielfelder
Ausführlich
...
Gliederung von Zielen und Kennzahlen
im Rahmen einer systematischen und verdichteten Berichterstattung, für
Management und Controlling
(Managementunterstützung).
|
Gesamtkonzept für Zielfelder und Ziele
(Version 2.11)
|
||
| Zielfeld / Berichtsfeld | ||
| 1. | Auftragserfüllung |
(= "Sachziel") |
| 1.1 Wirkungen ("Wozu" = Outcome, Effektivität) | z. B. Erfolg von Bildungs- und Fördermaßnahmen, verbesserte Sicherheit, Gesundheit; Kundenzufriedenheit mit der Leistung (= "Impact") | |
| 1.2 Leistungen ("Was" = Output) | Menge, (Produkt-) Qualität, Zeit | |
| 2. | Finanzziele ("Womit") | insbesondere Stückkosten, Kostendeckungsgrad / Deckungsbeitrag |
| 3. | Servicequalität ("Wie" = Kundenfreundlichkeit i. e. S.) |
z. B. Öffnungszeiten, Freundlichkeit, Beratungsqualität |
| 4. | Mitarbeiterpotenzial | z. B. Motivation, Qualifikation, Zufriedenheit |
| 5. | Gesellschaftliche Verantwortung | soziale, ökologische, kulturelle Verantwortung, Beitrag zur lokalen Lebensqualität, Nachhaltigkeit. |
Mehr ... (Bedeutung, andere Konzeptionen, Beispiele für Ziele und Kennzahlen usw.)
Bertelsmann-Stiftung
(externer Link zur Bertelsmann-Stiftung)
private Stiftung, die wesentliche Arbeiten auf dem Gebiet der Verwaltungsmodernisierung
angestoßen oder gefördert hat und weitere wichtige Projekte betreibt,
u.a. Kernkennzahlen in der Kommunalverwaltung - KiK - und KOMPASS - Kommunales
Projekt zum Aufbau einer strategischen Steuerung.
Beschaffung
betriebliche Grundfunktion: Gewinnung
und Bereitstellung der Produktionsfaktoren
(Arbeit, Betriebsmittel, Werkstoffe) für die Erfüllung der Zwecke der Institution.
Bescheid
verwaltungsrechtlich: schriftlicher Verwaltungsakt,
im allgemeinen Sprachgebrauch: Information über eine Entscheidung.
| "Best Practice"
heißt: Mit Stolz abkupfern. |
best practice ("hervorragende
Praxis")
1. Vorbildliche und nachahmenswerte Verfahrensweisen: Lösungen
oder Verfahrensweisen, die zu Spitzenleistungen führen und als Modell für
eine Übernahme in Betracht kommen (Voraussetzungen
für eine Übernahme; vor einer mechanischen Übernahme ist
zu warnen!).
2. Das Vorgehen, solche Verfahren zu ermitteln
und für die Verbesserung der eigenen Prozesse zu nutzen, oft als Weiterführung
von Benchmarking. Best practice ist ein pragmatisches
Verfahren. Es systematisiert Erfahrungen erfolgreicher Organisationen
(oft auch Konkurrenten) oder Anwender usw., vergleicht unterschiedliche Lösungen,
die in der Praxis eingesetzt werden, bewertet sie anhand betrieblicher Ziele,
und legt auf dieser Grundlage fest, welche Gestaltungen und Verfahrensweisen
am besten zur Zielerreichung beitragen. Wichtige Elemente sind also: ... Mehr ...
Best-Practice-Kriterien
Kriterien für die Bewertung von Beispielen als vorbildlich und nachahmenswert.
Mehr ... (Kriterien-Liste)
Betrieb
Wirtschaftseinheit, die Güter oder Dienstleistungen (= Produkte)
für den Bedarf Außenstehender (Fremdbedarf) erstellt und abgibt. In diesem Sinne
sind auch Behörden, Ämter, öffentliche Einrichtungen "Betriebe",
sie werden z. T. als "Verwaltungsbetriebe" bezeichnet. Betrieb wird
häufig auch (normativ) definiert als planvoll organisierte
Wirtschaftseinheit, in der Produktionsfaktoren
unter Beachtung des ökonomischen Prinzips eingesetzt werden, um Sachgüter oder
Dienstleistungen zu erzeugen und abzusetzen. Gegensatz: Familie, Haushalt
(Wirtschaftseinheit zur Deckung des eigenen Bedarfs). Die Abgrenzung zu Unternehmen
(Unternehmung) ist problematisch, das Wort "Betrieb" wird teilw. synonym
verwendet.
betriebliche Gesundheitsförderung
(BGF)
umfasst alle gemeinsamen Maßnahmen von Arbeitgebern, Arbeitnehmern und Gesellschaft
zur Verbesserung von Gesundheit und Wohlbefinden am Arbeitsplatz. Dies kann
durch eine Verknüpfung folgender Ansätze erreicht werden: Verbesserung der Arbeitsorganisation
und der Arbeitsbedingungen Förderung einer aktiven Mitarbeiterbeteiligung Stärkung
persönlicher Kompetenzen.
Betriebsmittel
alle Einrichtungen und Anlagen, die technische Voraussetzung für die betriebliche
Produktion sind, ohne beim Produktionsprozess
verbraucht zu werden (im Gegensatz zu Werkstoffen),
z. B. Grundstücke, Gebäude, Maschinen, Büroeinrichtungen, auch Computersysteme,
Werkzeuge aller Art. »Produktionsfaktoren
Betroffene(r), Betroffenheit
jemand, bei dem Auswirkungen von Entscheidungen und Entwicklungen eintreten (objektive Betroffenheit) oder der solche Auswirkungen für möglich, wahrscheinlich oder sicher hält (subjektive Betroffenheit). Die Kennzeichnung als Betroffene(r) lässt offen, wie diejenige/derjenige dazu steht und ob sie/er ggf. darauf reagiert: durch Versuch der Einflussnahme auf die Entwicklung (aktiv) oder durch angepasstes Verhalten (reaktiv), im Extremfall: Verzicht auf Aktivitäten, Investitionen, Wegzug: siehe Aktivitätsniveaus. Betroffenen sind also nicht zwangsläufig auch Akteure, siehe Arten von Stakeholdern.
Beurteilung (Personal-/Mitarbeiterbeurteilung)
Bewertung von Leistung (Leistungsbeurteilung)
und Befähigung (Potenzialbeurteilung)
als Grundlage für Personalplanung und Personalmaßnahmen (Personaleinsatz,
Personalentwicklung, Beförderungen).
Mehr ...
Bewertungskriterium »Kriterium
Bewertungstechnik(en)
Technik(en) zum möglichst rationalen Vergleich von Lösungs- (Entscheidungs-)
alternativen nach einheitlichen Kriterien als Grundlage für die Auswahl derjenigen
Alternative, mit der die gesetzten Ziele am besten
erreicht werden können; insbesondere Kostenvergleichsrechnung,
Nutzwertanalyse (Studienmaterial...).
Die Auswahl der Technik steht ihrerseits unter dem Rationalitätsgebot, muss
also selbst rational - auch im Sinne einer vertretbaren Zweck-Mittel-Relation
(Wirtschaftlichkeit) - sein.
BHO - Bundeshaushaltsordnung
Bundesgesetz, das die Haushaltswirtschaft des Bundes einschließlich Rechnungslegung und Prüfung durch den Bundesrechnungshof regelt. Die BHO übernimmt, konkretisiert und ergänzt die für Bund und Länder gemeinsamen Regelungen des Haushaltsgrundsätzegesetzes (HGrG) - die derzeit (Anfang 2009) überarbeitet werden.
Wichtig für die Interpretation und Anwendung des Gesetzes sind die ausführlichen Verwaltungsvorschriften zur Bundeshaushaltsordnung (VV-BHO), die der Bundesfinanzminister aufgrund der Ermächtigung in § 5 BHO erlassen hat. Sie werden durch weitere Regelungen ergänzt, z. B. durch die "Arbeitsanleitung Einführung in Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen" des Bundesfinanzministeriums.
Bilanz
Gegenüberstellung des nach bestimmten Regeln bewerteten Vermögens und der Verbindlichkeiten
zu einem Stichtag, um den Erfolg bzw. den Stand des Vermögens zu ermitteln.
Anlage- und Umlaufvermögen werden auf der Aktivseite aufgeführt, Verbindlichkeiten
auf der Passivseite. Die Differenz ergibt das Eigenkapital, vgl. § 266 HGB. Zum Gesamtkonzept eines neuen Rechnungswesens siehe den Beitrag zur Doppik.
Im übertragenen Sinne: Gesamtsicht mit zusammenfassender Bewertung der Vor- und Nachteile.
Bildungscontrolling
Controlling von Bildungsaktivitäten,
insbes. von betrieblicher Fort- oder Weiterbildung
mit dem Ziel, Planung, Durchführung und Kontrolle der Bildungsaktivitäten durch
kontinuierliche Informationen zu unterstützen, diese aufzubereiten und Empfehlungen
zu geben. Es unterstützt damit auch Personalentwicklung
und Personalmanagement. Mehr ...
Bionik
wissenschaftliche Disziplin, die Konstruktions-, Verfahrens- und Entwicklungsprinzipien biologischer Systeme analysiert und Anwendungsmöglichkeiten dieser Prinzipien für technische Systeme erforscht und entwickelt. Die Anwendungsmöglichkeiten in der Wirtschaft (entsprechend auch in der Verwaltung) erforscht die Wirtschaftsbionik.
BIP - siehe Bruttoinlandsprodukt
Blended
Learning
"gemischtes" Lernen, das technikunterstütztes Lernen (CBT
oder WBT) mit Präsenzlernen (Lernen mit Lehrperson,
Gruppen- oder Projektarbeit usw.) kombiniert.
Blended
Learning
"Der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft hat eine Bewertung des Standes der Reformen veröffentlicht, den "Ländercheck". Auffällig: Gerade in Ländern, in denen bereits viele Studiengänge umgestellt worden sind, ist die Zufriedenheit mit den neuen Studiengängen z. T. groß.
Bonität
Kreditwürdigkeit, oft durch Rating ermittelt und
in standardisierten Kategorien ausgedrückt. Die öffentliche Verwaltung ist i.
d. R. kreditwürdig und deshalb auch in der Lage, Kredite zu besonders günstigen
Bedingungen zu erhalten. Anders u. U. bei privaten Anbietern, auf die ein
Teil der Leistungserbringung übertragen worden ist (Outsourcing),
oder bei der Gründung von Gesellschaften des privaten Rechts im Rahmen materieller
Privatisierung.
bottom up
Vorgehensweise von unten nach oben , z. B. bei der Planung, der Entwicklung
von Konzeptionen wie einem Leitbild, von Zielen/Zielvereinbarungen usw. Vorschläge
werden an der Basis entwickelt und dann nach oben weitergegeben.Gegensatz: top
down. Kombination ist das Gegenstromverfahren.
BPMN (Business Process Modelling
Notation)
Ein von der internationalen Object
Management Group OMG entwickelter offener Standard für die Darstellung,
Modellierung, Implementierung und Ausführung von Geschäftsprozessen.
Die Darstellung soll für alle am Prozess Beteiligten intuitiv verständlich,
gleichzeitig aber auch für komplexe Geschäftsprozesse geeignet und
schließlich unabhängig von bestimmten Werkzeugen/Software (und damit
herstellerunabhängig) sein und die Umsetzung in Software-Programme erlauben,
insbesondere die Einbindung in Internet-basierte Anwendungen auf der Basis XML.
Weitere Informationen: Wikipedia-Beitrag,
die Business
Process Modeling Notation, Version 1.1,
Kernelemente der Darstellung, ein deutschsprachiges
Beispiel.
Brainstorming
Kreativitäts- und Ideenfindungstechnik,
bei der eine Gruppe durch Beachtung bestimmter Spielregeln mit besonderer Kreativität
Ideen, Lösungen und Einsichten zu einem vorgegebenen Problem entwickeln soll.
Kann aber auch für das schnelle Sammeln von Informationen und Vorschlägen nicht-kreativer
Art verwendet werden, z. B. im Rahmen von Projektmanagement. Wichtig: Spinnen
ist erlaubt, Kritik ist verboten. Sortiert und bewertet werden Ideen erst nach
Abschluss des B.
Break Even (Point, Break-Even-Analyse)
"Umschlagpunkt", "Kritische Menge" oder ähnliche Formulierungen in deutsch.
Es ist der Schnittpunkt zweier Funktionen, ab diesem Punkt ändert sich die Bewertung.
Bei der Kostenvergleichsrechnung
ist es diejenige Ausbringungsmenge (Produktionsmenge), bei der beide Alternativen
in den Kosten gleich sind, das ist dann auch der "Umschlagpunkt", die bisher
kostengünstigere Alternative wird ab diesem Punkt bei einer größeren
Produktionsmenge die teurere Variante, bzw. umgekehrt. Beim Vergleich von Kopierern
z. B. ist dies der Punkt, von dem ab der Kopierer mit den höheren Fix-,
aber niedrigeren variablen Kosten kostengünstiger
ist. Bei Absatzentscheidungen ist der Break Even Point die
Absatzmenge, bei der eine Vollkostendeckung erreicht wird (Schnittpunkt der
Funktionen für Deckungsbeitrag bzw. Fixkosten in Relation zu Absatzmenge).
BRH
Bundesrechnungshof, die Finanzkontrolle des Bundes, errichtet aufgrund von Art. 114 Abs. 2 Grundgesetz: "Der Bundesrechnungshof, dessen Mitglieder richterliche Unabhängigkeit besitzen, prüft die Rechnung sowie die Wirtschaftlichkeit und Ordnungsmäßigkeit der Haushalts- und Wirtschaftsführung. Er hat außer der Bundesregierung unmittelbar dem Bundestage und dem Bundesrate jährlich zu berichten. Im übrigen werden die Befugnisse des Bundesrechnungshofes durch Bundesgesetz geregelt."
"Wirtschaftlichkeit" in diesem Sinne umfasst auch die Wirksamkeit (§ 4 Abs. 3 der Prüfungsordnung des Bundesrechnungshofes) und die Kosten-Wirksamkeit.
Der Präsident bzw. die Präsidentin des Bundesrechnungshofs ist traditionell auch "Beauftragte(r) der Bundesregierung für Wirtschaftlichkeit in der Verwaltung" (mehr ... (externer Link).
Bruttoinlandsprodukt
- BIP
Kennzahl für die wirtschaftliche Entwicklung
eines Landes, ermittelt aus der Entwicklung des privaten Konsums, den Investitionen
der Unternehmen, den Ausgaben des Staates und der Differenz zwischen Exporten
und Importen
Bruttosozialprodukt
- BSP
Kennzahl für die wirtschaftliche Entwicklung
eines Landes, ermittelt aus der Entwicklung des Einkommens aus Erwerbstätigkeit
und Vermögen. Heute wird überwiegend das Bruttoinlandsprodukt
- BIP - als Kennzahl verwendet.
BSP - siehe Bruttosozialprodukt
Budget (Globalbudget), Budgetierung
Umgangssprachlich oft als negative Kennzeichnung (nur) der öffentlichen Verwaltung als starre, kundenunfreundliche und unwirtschaftliche Organisation verwendet.
Die Einsichten des Universalgelehrten Max Weber sind differenzierter, als viele Darstellungen in der Literatur vermuten lassen, und deshalb lesenswert. Entgegen einem weit verbreiteten Missverständnis fordert er z. B. nicht, dass alles "strikt" geregelt werde, und beschreibt die Verwaltung nicht als das "bürokratische Monster", als das das Bürokratiemodell oft beschrieben werden. Sie handelt dem Einzelfall gemäß! Und selbst Regeln/Normen sind nicht starr und inflexibel, sondern können auch zweck- oder wertrational orientiert sein der Verwaltung die Aufgabe übertragen, Zwecke und Mittel abzuwägen. Regeln sind, so beobachtet Max Weber die Verwaltungswirklichkeit, "mehr oder minder" fest, die Verwaltung strebt gerade auch die Berücksichtigung der Besonderheiten des Einzelfalles an, aber unter Ausschluss von Willkür (vgl. das Zitat).
Im übrigen "empfiehlt" Max Weber nicht die Gestaltung nach seinem "Modell". Als Soziologe beschreibt er, was er als Herrschaftsform in Staat und Privatwirtschaft vorfindet - er schreibt nicht als Organisator - , und er verweist auf vielfältige Varianten und kann auch deshalb nicht als Befürworter eines "Modells" in Anspruch genommen werden, nach dem die Verwaltung gestaltet werden sollte.
Es sollte auch nicht vergessen werden, dass manche Errungenschaften der "Bürokratie", z. B. Gewährung von Leistungen nach allgemeinen, berechenbaren Regeln frei von Willkür durch ausgebildetes hauptamtliches Personal unabhängig von persönlichen Beziehungen zu oder Vorteilen für den "Beamten", unabhängig auch von seiner politischer Einstellung usw., in vielen Ländern dieser Welt erst noch erreicht werden müssen. Diesen Mindest-Standard zu erreichen ist u. a. Ziel der Forderungen nach Good Governance. Bei der Modernisierung der Verwaltung (Neues Steuerungsmodell) kann es deshalb nicht darum gehen, das von Weber beschriebene "Modell" der Bürokratie zu "überwinden", sondern die Rationalität und Leistungsfähigkeit der Verwaltung weiterzuentwickeln, durchaus im Einklang mit von Weber bereits gesehen Differenzierungen. Mehr ...
Bürosachbearbeiter/in
Beamtin/Beamter des mittleren Dienstes bzw. vergleichbare/r Tarifbeschäftigte/r
mit Bearbeitungsaufgaben. Sie können einer Instanz unterstehen, in der Praxis häufig ist aber auch eine nur fachliche Unterstellung unter einen Sachbearbeiter/ eine Sachbearbeiterin oder die Regelung, dass sie ihnen fachlich zuarbeiten, oder eine begrenzte Vorgesetztenfunktion z. B. eines Sachgebietsleiters / einer Sachgebietsleiterin.
Business Process Modelling Notation »BPMN
Online-Verwaltungslexikon © B. Krems 1999-2010Online-Verwaltungslexikon
CAF
(Common Assessment Framework)
Gemeinsames europäisches Qualitätsbewertungssystem unter dem Motto "Verbesserung
der Organisation durch Selbstbewertung", ein an das EFQM-Modell
angelehntes Konzept zur Selbstbewertung für die öffentlichen Verwaltungen in
Europa als Weg zu umfassendem Qualitätsmanagement
und ständiger Verbesserung. Mehr ...
/ Links
Case Management / Fallmanagement
(Casemanagement)
ganzheitlicher Ansatz vor allem im Bereich Gesundheits- und Sozialwesen, bei
dem der Patient/der Klient bzw. die Patientin/die Klientin im Mittelpunkt steht.
Durch die Gesamtsicht der Situation, kurz-, mittel- und ggf. langfristig und
Nutzung aller Möglichkeiten aller Beteiligten (einschließlich des
Klienten/der Klientin, seines Umfeldes und der Akteure im gesellschaftlichen
Bereich) wird angestrebt, Wirksamkeit, Qualität und Effizienz der Betreuung
zu steigern und damit auch Kosten zu senken. Dies soll insbesondere durch schnelle,
abgestimmte Reaktion und Berücksichtigung auch längerfristiger Entwicklungen
(und Chancen und Risiken) im Rahmen eines Gesamtkonzepts für den einzelnen
Fall erreicht werden. Mehr ...
Cash
Flow (Cashflow, Cash-Flow)
Liquiditätsüberschuss (Einzahlungsüberschuss) der Rechnungsperiode.
Kennzahl zur Beurteilung der Finanzkraft, insbes.
des Innenfinanzierungsspielraums (der Fähigkeit, die laufende Geschäftstätigkeit,
Investitionen und ggf. Gewinnausschüttungen an die Eigentümer aus
eigenen Mitteln zu bestreiten). Als Kennzahl
wird oft auch der Cash Flow in % des Gesamtkapitals verwendet. Mehr ...